Dauer: 30 Minuten

Betäubung: Örtliche

Kosten: ab 290€


Schwarzer Hautkrebs (Melanom) entfernen in Linz & am Attersee

Kurzantwort

Das maligne Melanom ist der gefährlichste Hautkrebs, weil es früh über Lymph- und Blutbahn streuen kann. Entscheidend ist die Tumordicke zum Zeitpunkt der Entfernung: Ein dünnes Melanom ist zu über 95 % heilbar. Die Behandlung ist chirurgisch – zuerst die vollständige Entfernung des verdächtigen Mals, nach dem Histologiebefund die Nachresektion mit definiertem Sicherheitsabstand und, ab einer bestimmten Tumordicke, die Entnahme des Wächterlymphknotens. Dr. Reinhard Pauzenberger führt diese Eingriffe in Linz und am Attersee durch und arbeitet im Hautzentrum Attersee eng mit Dermatolog:innen zusammen.

Auf einen Blick

  • Was: bösartiger Tumor der Pigmentzellen; entsteht neu oder aus einem bestehenden Muttermal

  • Warnzeichen: ABCDE-Regel (siehe unten), neues oder sich veränderndes Mal, „hässliches Entlein" unter den anderen Malen

  • Behandlung: zweizeitige Operation – Entfernung, dann Nachresektion mit Sicherheitsabstand

  • Wächterlymphknoten: ab ca. 1 mm Tumordicke (bei Risikofaktoren ab 0,8 mm)

  • Prognose: hängt fast ausschließlich von der Tumordicke ab – Früherkennung entscheidet

Die ABCDE-Regel

  • A – Asymmetrie: ungleichmäßige Form

  • B – Begrenzung: unscharfer, ausgefranster Rand

  • C – Colour: mehrere Farbtöne, schwarz, braun, rötlich, weißlich

  • D – Durchmesser: über 5 mm

  • E – Entwicklung: Veränderung in Größe, Form, Farbe; Jucken, Bluten

Ein einziges Kriterium reicht, um das Mal abklären zu lassen. Der KI-Muttermal-Check mit dem FotoFinder Master erkennt Veränderungen über die Zeit, die dem bloßen Auge entgehen.

So gehe ich vor

1. Diagnosesicherung. Ein verdächtiges Mal wird nie „angekratzt" oder gelasert, sondern vollständig mit einem kleinen Rand in örtlicher Betäubung entfernt und feingeweblich untersucht. Nur so lässt sich die Tumordicke (Breslow) bestimmen, von der alles Weitere abhängt.

2. Nachresektion mit Sicherheitsabstand. Bestätigt die Histologie ein Melanom, wird die Narbe je nach Tumordicke mit 0,5 bis 2 cm Sicherheitsabstand nachreseziert (leitliniengerecht). Als Plastischer Chirurg plane ich diese zweite Operation so, dass der Verschluss auch bei größeren Defekten – etwa im Gesicht oder am Unterschenkel – funktionell und ästhetisch gut ausfällt.

3. Wächterlymphknoten. Ab etwa 1 mm Tumordicke (bei ungünstigen Zusatzmerkmalen ab 0,8 mm) wird der erste Lymphknoten im Abflussgebiet markiert und entnommen. Das Ergebnis entscheidet über die weitere Therapie.

4. Staging und Nachsorge. Je nach Stadium Ultraschall, Blutwerte, ggf. Bildgebung. Die strukturierte Nachsorge über zehn Jahre koordinieren wir gemeinsam mit den Dermatolog:innen im Hautzentrum Attersee. Bei fortgeschrittenen Stadien überweise ich an ein onkologisches Zentrum; moderne Immun- und zielgerichtete Therapien haben die Prognose auch dort deutlich verbessert.

Wann rate ich ab?

Von jeder Behandlung eines pigmentierten Mals, die kein Gewebe für die Histologie liefert: Laser, Vereisung, „Wegätzen", Abschleifen. Ein so behandeltes Melanom bleibt unerkannt und wächst in die Tiefe – das ist eine der häufigsten vermeidbaren Ursachen für späte Diagnosen.

Warum Dr. Pauzenberger?

  • Facharzt für Plastische, Rekonstruktive und Ästhetische Chirurgie; über zehn Jahre an den Universitätskliniken Innsbruck und Wien, mehrere Jahre Oberarzt an der MedUni Wien

  • Onkologische Hautchirurgie inklusive Nachresektion und Defektdeckung aus einer Hand

  • Hautzentrum Attersee: FotoFinder-Ganzkörperdokumentation, dermatologische Diagnostik und Chirurgie unter einem Dach

  • Ordinationen in Linz und am Attersee

Kosten

Die Erstentfernung eines verdächtigen Mals kostet ab € 250. Bei histologisch gesichertem Melanom sind Nachresektion, Wächterlymphknoten und Nachsorge medizinisch indiziert; Kostenübernahme durch die Krankenkasse bzw. Behandlung im Vertragskrankenhaus möglich.

FAQ

Wie schnell muss ein Melanom entfernt werden? Zeitnah – innerhalb weniger Wochen nach Verdacht. Das Melanom wächst zunächst langsam in der Fläche, dann in die Tiefe.

Ist ein Melanom heilbar? Dünne Melanome (unter 1 mm) zu über 95 %. Mit zunehmender Dicke sinkt die Heilungschance – deshalb Früherkennung.

Warum zwei Operationen? Die erste sichert die Diagnose und die Tumordicke, die zweite entfernt mit dem darauf abgestimmten Sicherheitsabstand. Alles in einem Schritt hieße, entweder zu viel oder zu wenig zu entfernen.

Kann ein Muttermal einfach beobachtet werden? Unauffällige ja – idealerweise mit digitaler Dokumentation. Auffällige nicht.

Welche Narbe bleibt? Je nach Sicherheitsabstand eine 3–8 cm lange Narbe. Ich lege sie in Hautspannungslinien und verschließe plastisch-chirurgisch.

Wie oft zur Nachsorge? Stadienabhängig: in den ersten Jahren alle 3–6 Monate, dann jährlich, insgesamt zehn Jahre.